Mein Werdegang
Mein Name ist Bodo Wilhelm, ich bin studierter Pädagoge (M.Ed.), zertifizierter Mediator (Consensus) und ausgebildet in interkultureller Kommunikation (DFJW) sowie in Gewaltfreier Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg (Co-rebond). Ich lebe in Lyon und begleite Privatpersonen sowie Unternehmen europaweit im professionnellen Konfliktmanagement. Vor meiner Selbstständigkeit habe ich am Universitätsklinikum in Heidelberg im Bereich der Kommunikation gelehrt und geforscht und bin bis heute punktuell als interkultureller Projektleiter und Fremdsprachenlehrer an verschiedenen Universitäten in Lyon tätig.


Meine Motivation
Meiner persönlichen und professionellen Erfahrung nach sind wir oft ratlos, wie wir mit Konflikten umgehen sollen. Sind die Konflikte sehr subtil, ist es schwer der anderen Person das Problem zu schildern. Sind die Konflikte konkret und unbestreitbar, sind wir oft überwältigt und reagieren auf eine dekonstruktive Art und Weise. Meiner Meinung nach liegt der Grund für unsere Hilflosigkeit in solchen Situationen darin, dass wir in unserer Erziehung oder unserer Schulbildung nie gelernt haben, mit Konflikten umzugehen.
Aus diesem Grund ist es mir ein großes Anliegen diese Lücke zu füllen. Ich möchte Menschen dabei unterstützen, einen gesunden Weg aus Konflikten heraus zu finden und dabei Kompetenzen zu entwickeln, durch die sie zukünftige Konflikte als weniger belastend erleben.
Meine Arbeitshaltung
Als interkultureller Pädagoge habe ich einen feinen Sinn für Vorurteile, Missverständnisse und unausgesprochene Erwartungen entwickelt. Nach jahrelanger Berufserfahrung betrachte ich jeden Menschen als sehr individuelles Wesen – mit einer einzigartigen Art und Weise zu denken und zu verstehen. Diese Unterschiedlichkeit mag oft zu Konflikten führen, in meiner Arbeit versuche ich jedoch, aus ihr eine Kostbarkeit zu machen. Ich vertrete die Ansicht, dass Konflikte uns nicht nur helfen können, uns selbst besser zu verstehen, sondern auch die Anderen und dass dieses Verstehen zu nachhaltigeren Beziehungen in unserem Leben führt.
Meine Arbeitshaltung ist stark von der Gewaltfreien Kommunikation und der Mediation geprägt. Wenn sich zwei Menschen überhaupt nicht mehr verstehen, versuchen sie oft, das Verhalten der anderen Person als krankhaft zu diagnostizieren und/oder es abzuwerten. In meiner Rolle als Mediator und Trainer werde ich weder über „richtiges“ oder „falsches“ Verhalten richten, noch psychologische Diagnosen liefern. Vielmehr ist es mir ein Anliegen, die Gefühle und Bedürfnisse jeder einzelnen Personen gleichwertig zu betrachten. Ich bin der Meinung, dass belastende Beziehungsdynamiken nie nur auf eine Person zurückzuführen sind. Ziel meiner Arbeit ist es, Sie so bei der Verbesserung dieser Dynamik zu begleiten, dass Sie mich möglichst schnell nicht mehr brauchen.
Persönliches
Ich bin 1992 in Deutschland geboren und aufgewachsen. Seit 2021 lebe ich in Lyon, Frankreich. In einem fremden Land zu leben ist für mich eine große Bereicherung und es prägt auch meine Arbeitshaltung, denn die Vermittlung zwischen Kulturen ist somit mein täglich Brot geworden.
Generell ist es mir sehr wichtig, Diversität zu fördern und mich für jene Menschen einzusetzen, die durch ihr „Anders-Sein“ abgewertet oder gar diskriminiert werden. So arbeite ich im LGBTI-Zentrum in Lyon und gebe Französisch-Unterricht für Asylsuchende auf Freiwilligenbasis.
In meiner Freizeit lerne ich gerne Fremdsprachen (und spreche fließend Deutsch, Französisch, Englisch und Neugriechisch), tanze Lindy Hop, mache Yoga, lese Bücher und genieße lange Spaziergänge im Wald oder am Fluss.
